Luxor Tanzreisen

Als mir Amoura 2010 erstmals von ihren Plänen berichtete, im Frühjahr 2011 gemeinsam mit ihrer Wiener Kollegin Brigitte Ferchichi eine Tanzreise mit Livemusik nach Luxor zu organisieren, war mir klar, dass ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen konnte!

Ich war von dieser Reise im März 2011 sehr begeistert und wollte eigentlich einen Reisebericht schreiben. Aber wie all das in Worte packen, was einen neben den vielen äußeren Eindrücken innerlich packt. Und so habe ich den Bericht immer wieder aufgeschoben, bis ich nur noch die „inneren Bilder“ hatte – und die konnte ich nicht so beschreiben, dass es für mich gepasst hätte! Aber es war klar: bei der nächsten Reise 2012 bin ich wieder dabei.

Und so reiste ich auch im Frühjahr 2012 erneut mit Amoura Latif nach Luxor. Bereits bei der Ankunft gab es eine riesige Überraschung. Wir würden nicht in dem 3-stöckigen Haus mit den Ferienwohnungen untergebracht werden, sondern auf der Dahabiyya „Nile Heaven II“! Da ich bereits seit meiner ersten Ägyptenreise 2004 von einer erneuten Nilkreuzfahrt geträumt hatte, war ich überglücklich. Es wurde eine wunderbare Zeit. Wer kann schon behaupten, eine ganze Woche auf dem Nil mit Live-Musik getanzt zu haben?! Aber mein ganz persönliches Highlight war der Abend mit dem Sufischeich, während wir mit der Dahabiyya in einen farblich unglaublichen Sonnenuntergang segelten!!!

Ich dachte ja, dass man das ganze nicht mehr toppen kann. Aber als ich dann im November 2012 kurzentschlossen mit Brigitte Ferchichi erneut nach Luxor flog wurde ich eines besseren belehrt: eine ganze Woche auf der „Nile Heaven II“ unterwegs von Luxor nach Assuan, täglicher Live-Musik und leckerem Essen von Saddan, der uns auch in Luxor immer bekochte. Auch am abend genossen es die Musiker, für uns zu spielen und manchmal lauschten wir einfach nur ganz entspannt den orientalischen Weisen. Auch dieses mal war für mich der Sufi-Abend etwas ganz besonderes. Gemeinsam tanzend mit der Schiffscrew wurde dieser Abend zu einem Erlebnis, das ich nie wieder vergessen werde.

Aus unserer im Herbst 2013 angedachten Reise wurde leider nichts, da die politische Lage zu großer Verunsicherung führte. Ich hoffe aber sehr, dass ich im Jahr 2014 wieder die Gelegenheit haben werde, all die netten Menschen zu treffen, die ich bei meinen vorhergehenden Aufenthalten kennenlernen durfte.

Ich wünsche jeder Tänzerin die Möglichkeit, den orientalischen Tanz mit Live-Musik zu erleben. Erst dadurch habe ich die Tiefe und die Seele der Musik hautnah gefühlt und einiges verstanden, was mir bisher nicht zugänglich war.